Turnverein Hürben 1913 e.V.  
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Die Theatergruppe des TV Hürben

 

Die Geschichte der TV-Theatergruppe

Die Theatergruppe des Turnverein Hürben 1913 e.V. ist fast so alt wie der Turnverein Hürben selbst, denn schon ein Jahr nach der Vereinsgründung im Jahre 1913 konnte die Theatergruppe bereits 1914 mit Kleists Schauspiel "Das Käthchen von Heilbronn" auf dem Gelände der Burgruine "Kaltenburg" zahlreiche Besucher anlocken. Die erste Aufführung war ein voller Erfolg und ließ auf weitere Aktivitäten hoffen. Leider machte der Erste Weltkrieg alle Pläne zunichte. Trotzdem blühte die TV-Theatergruppe auf, bei Weihnachtsfeiern bereicherte die Theaterspielerinnen und - spieler die turnerischen Vorführungen mit Gedichtsvorträgen, Couplets und Lustspielen. Zur Fahnenweihe des TV Hürben führte die rührige TV-Theatergruppe das Theaterstück "Dort unten in der Mühle" mit elf Mitwirkenden auf. Und im Jahre 1926 diente dann abermals die Burgruine Kaltenburg als Kulisse, als sich die Theatergruppe um Vorsitzenden Jakob Thumm an das historische Schauspiel in vier Akten "Preziosa" heranwagte. Ein weiterer Höhepunkt war dann wohl, ebenfalls auf der "Kaltenburg" inszeniert, das Drama von Friedrich v. Schiller "Die Räuber", wobei der damalige Vereinsvorsitzende Jakob Bosch glänzend Regie führte. Die Aufführungen machten weit über die Ortsgrenzen Furore ob der exzellenten schauspielerischen Leistung aller Mitwirkenden.

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Das früheste Bild stammt aus dem Jahre 1914 und zeigt die 21, in herrlichen Kostümen gewandeten Akteure, die für die Aufführung "Das Käthchen von Heilbronn" auf der Ruine Kaltenburg benötigt wurden. 

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Im Jahre 1926 mit ca. 30 Mitwirkenden das historische Schauspiel in vier Aufzügen "Preziosa" auf der Ruine Kaltenburg dargeboten.

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Im Jahre 1932 bildete der Theaterklassiker "Die Räuber" von Friedrich von Schiller einen besonderen Höhepunkt im Schaffen der TV-Theatergruppe. Die Kritiken in der Presse war damals durchweg positiv.

Leider unterband das Naziregime 1938 jegliche Vereinstätigkeit. Alle Vereine wurden gleichgeschaltet. Somit wurde das Kapitel Laienspiel im TV Hürben ebenfalls beendet. Doch bereits 1947 - der TV Hürben wurde im Sommer 1946 zu neuem Leben erweckt - konnte wieder Theater gespielt werden. Zwei Stücke gelangten damals zur Aufführung: das Schauspiel "Dort unten in der Mühle", das bereits wie erwähnt zur Fahnenweihe 1924 zu sehen war, und der lustige Einakter "D' Maiatour".

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1991 war das Lustspiel "Das Haus in Montevideo" von Curt Götz ein voller Erfolg. Von den 23 Akteuren waren elf Kinder. Für den damaligen Spielleiter Walter Schönherr war dabei, angesichts der äußerst kleinen Bühne, "Schwerstarbeit zu leisten.

Mit dem Namen eines Mannes bleibt der Wiederbeginn nach dem Zweiten Weltkrieg engsten verbunden: Fritz Hestler. Selbst ein begnadeter Amateurtheaterspieler, er brillierte beispielsweise als Franz von Moor in Schillers Räuber 1932, verstand er es auch als Regisseur bestens, die Akteure zu führen, die entsprechenden, teilweise recht anspruchsvolle Stücke optimal zu gestalten. Die Entwicklung der Theatergruppe des TV Hürben war in den letzten Jahrzehnten eine kontinuierlich positive. Dazu trugen und tragen Spielleiter wir Fritz Hestler, Willi Staud, Walter Schönherr und heute Margret Hornung und Horst Trinkl gemeinsam mit einer überdurchschnittlich talentierten und aktiven  sowie fest zusammenhaltenden Gruppe von Amateurtheaterspielerinnen und - spielern bei.